Das Leben ist so schön, wie du es dir machst

Such das Gold in deinem Leben!Ich bin ja in einigen schwulen Facebookgruppen unterwegs. Weil ich neugierig bin 🙂 und weil das ja auch ein Teil der Zielgruppe für mein Angebot ist. Und manchmal bin ich ein wenig traurig, wenn ich die Beiträge dort so lese, ganz ehrlich. So viele, gerade auch junge Menschen, die vom Leben oder doch zumindest manchen Aspekten davon schon so frustriert sind, wie kann das sein?

Vollkommen enttäuschte Singles, Menschen, die so einsam sind, dass sie sich selbst das Leben zu nehmen versuchen, Mitglieder, die immerzu nur negative Dinge posten - wo ist ihr “Schönes” im Leben geblieben?

Ich bin da nicht ohne Fehl und Tadel, sozusagen. Mir ist das gar nicht so fremd, wie sich das gerade anhörte. Bis vor nicht ganz 5 Jahren war mein Leben auch eher “es geht so”. Was sollte schon noch kommen. Es denkt sowieso jeder nur an sich, ganz jung bin ich auch nicht mehr, so richtig zu was gebracht hab ich’s auch nicht - und so weiter und so fort. Mir sind auch immer die Stellen im Leben eingefallen, an denen ich etwas hätte anders machen können. Oder wo andere hätten etwas anders machen sollen. Was wäre gewesen, wenn…

So bequem...

Und dann hab ich für mich was gefunden, was alles geändert hat. Bei mir war das Hypnose, aber das ist gar nicht so wichtig. Viel wichtiger ist, was draus gefolgt ist. Dass ich im Laufe der Zeit gelernt habe: Ja, das ist eigentlich super bequem, sich mit dem zu beschäftigen, was “schlecht” war. Das befriedigt so diesen kleinen  “Hat eh alles nicht funktioniert, was soll ich überhaupt noch weiter machen”-Teufel in uns. Und das ist ein enger Verwandter von dem “Ich bin halt so wie ich bin”-Teufel. Die geben sich die Hand und feiern ne Party, während du da sitzt und vom Leben frustriert bist. Und das kleine “Hey, ich will mehr vom Leben”-Engelchen geht dabei meistens leer aus. (Wer’s nicht mit Teufeln und Engeln hat, kann unter https://www.zeitblueten.com/news/welcher-wolf-gewinnt/ die Geschichte von den zwei Wölfen nachlesen. 🙂 )

Was wäre wenn du die Wahl hättest, zu entscheiden, ob du an das “Schlechte” oder das “Gute” im Leben denkst? Und was wäre, wenn das einen total großen Unterschied machen würde? Es gibt einen schönen Satz: “Where attention goes, energy flows”. Anders ausgedrückt: Deine Gedanken erzeugen deine Handlungen und deine Gefühle! Echt jetzt, das wäre doch irre, oder?

(Fast) jeder hat schöne Dinge in seinem Leben erlebt, oder? Warum bleibt bei vielen von einer Beziehung nur die Trennung übrig? Was war denn vorher? Himmlisches Kuscheln, geiler Sex, super Partys, gemeinsamer Urlaub - wo ist das alles hin? Ist das nach der Trennung alles wertlos? Doch hoffentlich nicht, oder? Wo sind all die schönen Erinnerungen aus dem Leben hin? Warum ihnen nicht viel mehr Aufmerksamkeit schenken als den “schlechten”? Fehler, schlechte Erfahrungen, sind dazu da, um daraus zu lernen. Nicht, um daran (im Kopf oder real) schon Jahrzehnte, bevor du eh ins Gras beißt, zu sterben.

So einfach...

Ich wünsche mir, dass viel mehr Menschen anfangen damit, endlich glücklich zu sein, über das, was sie haben anstatt unglücklich über das, was sie nicht haben. Dazu gehört es, sich gelegentlich zu ändern. Und ja, das geht. Du wirst dabei (wahrscheinlich) nicht von Dr. Jekyll zu Mr. Hyde oder vom Stubenhocker zum Partylöwen, obwohl immer, wenn das Wort Persönlichkeitsentwicklung auftaucht, viele das zu befürchten scheinen. Und vielleicht wirst du zu dem, der, wenn er dann mal abtreten muss, sagen kann: Wow, das war ein geiles Leben.

So wunderbar...

Vielleicht hast du ja schon mal den Spruch gehört "Bring dein Licht in die Welt" und hast das ja möglicherweise für spirituellen Unsinn gehalten oder dich gefragt, was denn dein Licht sein soll, wo du doch gar nichts Besonderes kannst. Wenn du diesen Artikel aufmerksam gelesen hast, könnte dir ja eventuell eine Idee gekommen sein, welches Licht du scheinen lassen kannst. Für dich und für andere. Und wenn du mich fragst, es kann gar nicht hell genug werden.

Wann fängst du an, dem Schönen in deinem Leben den gebührenden Platz einzuräumen? Und was, glaubst du, macht das mit anderen, wenn du dich änderst?

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